SG Edelweiss Bruckmühl

Beim Bogensport gibt es viele verschiedene Disziplinen – von klassisch bis modern, von technisch unterstützt bis instinktiv. Jede Disziplin hat ihren eigenen Reiz: Manche Bögen erlauben präzises Zielen mit Hilfsmitteln, andere setzen auf Gefühl, Intuition und Erfahrung im Gelände.

Auf den folgenden Seiten stellen wir dir die fünf Hauptdisziplinen vor: Recurvebogen, Compoundbogen, Blankbogen, Langbogen und Instinktivbogen. So bekommst du einen Überblick, welcher Bogen und welcher Stil am besten zu dir passt – egal, ob du gerade erst anfängst oder schon Wettkampferfahrung hast.

Recurve Bogen

recurvebogen

Der Recurvebogen ist die klassische und international bekannteste Bogenart im Sportbogen‑Bereich – und der einzige Bogen, der bei den Olympischen Spielen geschossen wird. Er besteht aus einem Griffstück, zwei gebogenen Wurfarmen und einer Sehne, und kann komplett zerlegt werden. Technische Hilfsmittel wie Visier, Stabilisatoren und Klicker sind erlaubt, was präzises Zielen unterstützt. Recurvebogen‑Schützen schießen bei Meisterschaften z. B. auf 70 Meter im Freien oder 18 Meter in der Halle. Diese Disziplin eignet sich sehr gut für Einsteiger und Fortgeschrittene im Wettkampfsport.

 

Compound Bogen

compoundbogen

Der Compoundbogen ist technisch sehr ausgereift und arbeitet mit einem Seil‑ und Rollensystem („Cams“), das die Zugkraft im vollen Auszug reduziert und somit besonders ruhiges Halten und hohe Präzision ermöglicht. Durch ein Scope‑Visier mit Wasserwaage und eine Ablasshilfe (Release) ist diese Disziplin ideal für alle, die technisch anspruchsvolles Schießen lieben. Im Wettkampf wird z. B. auf 50 Meter im Freien oder 18 Meter in der Halle geschossen.

 

Blankbogen

blankbogen

Der Blankbogen ist ein Bogen, bei dem keine technischen Hilfsmittel wie Visier oder Stabilisatoren erlaubt sind – geschossen wird ganz „pur“ mit der Sehne und Augenzieltechnik. Es kann sich dabei um einen Recurve‑Bogen handeln, der technisch reduziert ist, und beim Schießen wird z. B. mittels String‑Walking oder Face‑Walking die Entfernung eingestellt. Auch Blankbogen‑Schützen messen sich in Turnieren z. B. auf 50 Meter im Freien oder 18 Meter in der Halle.

 

Langbogen

langbogen

Der Langbogen ist eine traditionelle Bogenform aus einem Stück – typischerweise aus Holz oder Holz‑Laminate –, die kulturell stark an historische Bögen erinnert. Er kann nicht zerlegt werden und besitzt keine technischen Hilfsmittel. Im Wettkampfbetrieb wird der Langbogen vor allem in Feld‑ oder 3D‑Formaten geschossen, wo die instinktive Zieltechnik und das Gefühl für den Bogen im Gelände gefragt sind.

 

Instinktivbogen

instinktivbogen

Der Instinktivbogen (auch traditionell genannt) ist eine Disziplin, bei der der Bogen ohne technische Zielhilfen verwendet wird und mehr auf Gefühl und Körpergefühl beim Schießen setzt. Der Bogen muss überwiegend aus natürlichen Materialien bestehen und darf keine Visiere oder Hilfsmittel wie Stabilisatoren haben. Diese Disziplin legt den Fokus auf instinktives Zielen, ähnlich wie man es aus historischen Darstellungen kennt – ideal für alle, die die ursprüngliche Art des Bogenschießens erleben möchten.